Damen und Herren des TCP in der Landesliga

Bei den Aktiven des TC Pfaffenhofen/Ilm beginnt der Wettspielbetrieb für die Mannschaften in der Landesliga am Sonntag den 6. Mai. Man hofft, nicht - wie zuletzt bei den Herren - nach einem Jahr wieder absteigen zu müssen.

Damen I

Das TCP-Damenteam spielt jetzt schon seit Jahren in der Landesliga zumeist im Spitzenfeld der Tabelle mit. TCP-Sportwart Charly Meier ist zuversichtlich, dass dies auch heuer gelingen kann. Heuer muss das Damenteam allerdings mit dem Ausfall verletzter Spielerinnen zurechtkommen. Ausgerechnet die talentierten Nachwuchsspielerinnen Aurora Rama und Sandra Rauch fallen voraussichtlich krankheitsbedingt die ganze Saison aus. Für die Bayerische U14-Meisterin des letzten Jahres ist dies besonders tragisch, weil sie sich zuletzt in hervorragender Form befand und jetzt in der Landesliga ebenso wie Sandra Rauch ihr großes Talent hätten zeigen können.

Auf den Spitzenpositionen vertraut der TCP heuer deshalb auf die Routine von erfahrenen Spielerinnen. Helfen soll heuer als Spitzenspielerin die Österreicherin Kathrina Knölbl. Die 28-Jährige studiert und ist Tennislehrerin. Sie ist die aktuelle Vizemeisterin der Steiermark. Als Ersatz dafür steht Sylvia Plischke bereit, die in Prag und Innsbruck wohnt. Sie wurde in ihrer Profizeit zu den besten Zeiten auf der WTA-Weltrangliste auf Rang 27 geführt und stand im selben Jahr im Einzel-Viertelfinale von Roland Garros in Paris. Ansonsten vertraut der TCP weiter auf Caroline Schneider, zu einigen Spieltagen auf Kristina Mrazova, Stefanie Hirtz, Lisa Haas, Lucia Malinak und Verena Höpfl.

Da die Gruppe in der Landesliga, in der die Damen des TCP heuer spielen, vollkommen neu zusammengestellt wurde, sind viele Teams völlig unbekannt. Als Favoriten gelten wohl die Absteiger aus der Bayernliga, der TC Eggenfelden, sowie der TC Rot-Weiß Gersthofen, im letzten Jahr Dritter in der Parallelgruppe von Pfaffenhofen.

Herren I

Das Team hat letzte Saison in der Bezirksliga Super ganz souverän den zweiten Platz erreicht. Durch eine knappe 4:5-Niederlage gegen den STK Garching wurde zwar der erhoffte Aufstieg im ersten Moment nicht erreicht. Der BTV hat aber trotzdem vor kurzem dem TCP das Spielen in der Landesliga angeboten.

Auch die Herren müssen mit dem Handicap zurechtkommen, dass nicht immer alle Spieler zur Verfügung stehen. Georg Trompler kommt von seinem Studium in den USA erst am ersten Spieltag zurück. Cedric Nitz versäumt wegen eines Praktikums in den USA die ersten beiden Spieltage. Fest zugesagt haben aber wieder wie im letzten Jahr beide Österreicher: Tennisprofi Matthias Haim (inzwischen auf ATP-Platz 580 eingestuft) und Adrian Gruber. Ohne diese beiden Verstärkungen wäre die Landesliga niemals zu halten. Zumeist samstags spielen beide Gästespieler heuer für den TC Telfs, in der Heimat der beiden bei Innsbruck, in der 2. Österreichischen Bundesliga und gelten dort als Favorit für den Aufstieg.

Zum TCP-Team gehören außerdem Sebastian Kröger und Christian Rauch. Trompler und Nitz haben im letzten halben Jahr während des Studiums in den USA Tennisturniere nur auf Hartplatz gespielt. Es bleibt abzuwarten, wie ihnen die Umstellung auf Sand gelingt. Ausgerechnet beim vermeintlich schwächeren Gegner am ersten Spieltag, den TC Erding, fehlt Nitz und Trompler trifft erst kurz vor Spielbeginn ein.

Der Bayernligaabsteiger hat viele Spitzenspieler verloren und wird wohl mit einem schwächeren Team antreten müssen. Mit TC Rot-Weiß Landshut II, TeG Dachau-Süd (mit fünf Spielern der Herren 30 aus der 2. Bundesliga) und dem TC Rot-Weiß Straubing warten ganz starke Teams auf die Herren des TCP. Wenn auch mit Haim der absolut stärkste Spieler in der gesamten Landesliga beim TCP wie geplant alle Begegnungen bestreiten wird, ist ein Ligaverbleib wohl nur dann möglich, wenn auch in der zweiten Hälfte des Teams bei einigen Begegnungen gepunktet werden kann.

(Peter Amsl)